Wien, 29. Juni 2016

Digitalradio Österreich zur Entscheidung der KommAustria: „Ausschreibung bietet Basis für innovative Radiozukunft“

Erfreut über die Entscheidung der KommAustria über den weiteren Ausbau von Digitalradio in Österreich zeigt sich der Verein Digitalradio Österreich heute, Mittwoch, nach der Präsentation des Berichts „Einführung von Digitalradio in Österreich“. „Das Ergebnis der Interessenserhebung sowie die daraus abgeleiteten Entscheidungen der Behörde zeugt von Weitsicht in der Planung von digitalem Hörfunk in Österreich. Während DAB+ bereits heute europaweit der Standard für digitale Terrestrik darstellt, wird nun auch in Österreich die Infrastruktur für eine innovative Radiozukunft aufgebaut werden können“, zeigt sich Wolfgang Struber, stellvertretender Obmann des Vereins, zufrieden. Struber appelliert, Medieninnovationen weiterhin noch stärker zu fördern, mehr Vielfalt im Radio zu schaffen und vor allem mehr Wachstum für den Hörfunksektor als Gesamtes zu sichern.

„Es ist allen Branchenkennern – auch dem ORF –, bewusst, dass DAB+ den besseren und günstigeren Übertragungsstandard für Radio darstellt“, sieht sich auch Geschäftsführer Gernot Fischer bestätigt. Jene Rundfunkbetreiber, die sich gegen Digitalradio aussprechen, stehen medienpolitischen, sicherheits- und verkehrspolitischen notwendigen Entwicklungen in Österreich im Weg“, unterstreicht Fischer. „Digitalradio ist die einmalige Chance, Hörfunk als eines der wichtigsten Medien in Österreich zukunftsfähig zu machen: mit Vielfalt, Interaktivität, Hörqualität, Verlässlichkeit und Sicherheit.“

Das Digitalisierungskonzept der KommAustria sieht eine bundesweite Ausschreibung von DAB+ ab 2017 vor. „Wir waren stets zuversichtlich, dass die KommAustria eine mutige und zukunftsgerichtete Entscheidung für den Medienstandort Österreich treffen wird. Ihr Auftrag ist die Sicherung der Meinungsvielfalt und Förderung neuer Programmanbieter einschließlich deren technische Verbreitung. Digitalradio ist die einzige Technologie, die diesem Auftrag gerecht wird und eine moderne Kommunikationsinfrastruktur am Medienstandort gewährleistet.“

DAB+ ermöglicht nicht nur eine Vielzahl neuer Hörfunkprogramme, sondern bietet vor allem eine völlig neue Dimension von Verkehrsinformationssystemen und Zivilschutz, die den Verkehr sicherer und effizienter machen wird und auch ein leistungsfähiges Notfallalarmierungssystem für Krisensituationen beinhaltet. Eines der wesentlichsten Argumente für DAB+ gegenüber mobiler Datenübertragung ist die hundertprozentige Verlässlichkeit auch in Extremsituationen.

Der Verein Digitalradio wird im zweiten Jahr „on air“ den Fokus auf die Weiterentwicklung von teils interaktiven Diensten, Verkehrsinformation und Zivilschutz (EWF) legen. Derzeit sind 15, teils neue Programme im Großraum Wien zu hören. Vorbehaltlich behördlicher Genehmigung werden demnächst 16 Programme mit an Bord sein.